Der sportliche Reiz des Herbstes
In der Vergangenheit gab es eine klare Aufteilung zwischen Winter- und Sommersportarten. Sobald der Herbst herannahte, wurden einige Sportgeräte weggepackt und erst im Frühjahr wieder von den Spinnenweben befreit. Aber diese klare Trennung ist mittlerweile vorbei. Immer mehr Freiluft-Sportarten „flüchten“ ins Trockene, der Sommer ist in die Halle gekommen. „Richtigfit“ zeigt einige Möglichkeiten, ein paar Sonnenstrahlen und das Lebensgefühl des Sommers auch im Herbst und anschließend im Winter zu erleben. Aber der Winter hat auch einiges zu bieten, darauf sollte man sich gezielt vorbereiten. Hierfür ebenfalls ein paar Tipps.
Beach-Volleyball: Der Spaß im Sand auch im Herbst
Das Paradebeispiel für einen Indoor-Sommersport ist das Beach-Volleyball. Keine Sportart prägt derzeit mehr das sommerliche Gefühl wie das Schmettern und Baggern im Sand, auf das die hartnäckigen Fans zu keiner Zeit verzichten wollen. Nachdem zunächst die Zahl der Freiluft-Anlagen in die Höhe geschnellt ist, entstanden zumindest in vielen großen Städten auch Hallenplätze.
Unter Palmen – meist leider nur auf Fotos – und zu südlichen Klängen kann der Ball hin und her geschlagen oder gepritscht werden. Das Flair von Kalifornien oder auch der Nordsee soll einfangen werden, zumindest stückweise. Da gibt es Familien-Ligen oder auch einmal eine Betriebsfeier auf Sand mit einem Beach-Volleyball-Turnier.
Manches Wissenswerte über Beach-Volleyball gibt es auf www.beach-volleyball.de, www.volley.de und
http://beach.volleyball-verband.de/public/ oder bei einzelnen Hallen wie in Witten oder Berlin.
Der Trend zum Sand in der Halle hat aber längst nicht beim Beach-Volleyball Halt gemacht. Mittlerweile gibt es Beach-Badminton, Indiaca im Sand und auch Beach-Soccer, Beach-Basketball und –Handball. Bei letzterem geht es auf sandigem Untergrund hin und her in Richtung der Tore, die erste spezielle Handball-Anlage wurde 1994 eingeweiht.
Seit 1999 gibt es den Titel eines offiziellen Beach-Meisters im Handball. Noch nicht ganz soweit sind die Basketballer, aber auch sie freuen sich über riesige Zuwachsraten. Beim Beach-Soccer geht es dagegen auch schon um Meisterehren.
Herbstliche Vorbereitung auf die Ski-Saison
Die Ski-Saison ist im Herbst noch längst nicht eingeläutet, aber die richtige Vorbereitung muss jetzt gestartet werden. Denn nur wer in der Halle eine vernünftige Skigymnastik auf sich nimmt, kann das Risiko bei der anstehenden ungewohnten sportlichen Belastung durch einen Skiurlaub minimieren. Untersuchungen haben ergeben, dass 90 Prozent aller verletzten Skifahrer einen Einstieg in die Saison mit Skigymnastik für unnötig gehalten haben. Prompt haben sie eine unangenehme Quittung erhalten und sind in vielen Fällen im Krankenbett gelandet.
Skifahren erfordert selbst bei Anfängern schon einiges an Kraft, Geschicklichkeit, Ausdauer und Beweglichkeit. Es ist eine körperliche Fitness erforderlich, die nur Menschen erlangen können, die entweder über zwölf Monate hinweg einen Sport verfolgen oder zumindest im Herbst drei bis vier Monate ein entsprechendes Training absolvieren. Bei der Skigymnastik sollten allgemeine Ausdauerfähigkeit, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Dehnfähigkeit, Koordination verbessert werden. Neben vielen Dehn- und Stretching-Übungen und Halteübungen zu spezifischen Skifahr-Positionen wie Schneepflug oder Abfahrtshocke wird auch die Reaktionsschnelligkeit geschult.
Die entsprechenden Skiclubs mit Vorbereitungskursen finden Sie über den Deutschen Ski-Verband oder über seine Landesverbände.
Fitness in den Studios: Kraftgeräte und Kurse überall
Die Fitness-Welle im letzten Jahrzehnt hat zu einer wahren Blüte unter den Fitness-Studios geführt. In fast jedem größeren Ort, aber auf jeden Fall Stadt gibt es mittlerweile eine dieser Einrichtungen. Waren es am Anfang nur kommerzielle Anbieter, haben sich mehr und mehr Vereine in diesen Markt gewagt. Mittlerweile ist die Gründerzeit ein wenig vorbei, vor allem die kleineren Anbieter bekommen Probleme, während große Ketten mit dem Preis und Angeboten arbeiten können.
Studios haben den Vorteil, dass Sie unter einem Dach fast alles finden, was es im Sektor Kraft und Fitness gibt. Was ein Verein dabei leisten kann, zeigen Großvereine wie die FTG Frankfurt. Selbst den neuesten Schrei wie Aero Dance - einer Mischung aus Aerobic und verschiedenen Tanzrichtungen wie Salsa, Hip Hop oder House - finden Sie dort. Es geht weiter mit Spinning (Radfahren zu Musik und in der Gruppe) bis hin zu Pilates.
Im Internet gibt es eine Reihe von Angeboten, über die sich jeder ein Studio seiner Wahl heraussuchen kann wie beispielweise auf der Website des Deutschen Sportsstudio-Verbandes. Bei den Vereinen beschränkt sich das Angebot meist nicht nur auf Fitness, sondern es ist weitaus vielfältiger. Eine flächendeckende Suche für Studios in Vereinen gibt es noch nicht, aber eine Hilfestellung finden Sie sicherlich schon unter der Vereinssuche von „Richtigfit“
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