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// Magazin / Tipp des Monats / Februar 2009

Gesund und Fit mit DOSB und SportPraxis - Gleichgewichtstraining mit dem Indo-Board

Surfen und Snowboarden im Wohnzimmer? Kein Problem mit dem Indo-Board, einem wirklich empfehlenswerten und anspruchsvollen Sportgerät, mit dem man Gleichgewicht und Koordination, aber auch Kraft trainieren kann.

Neben einer hervorragenden Gleichgewichtsschulung trainiert man mit dem Indo-Board nicht nur die großen Muskelgruppen der Beine, sondern alle Muskeln, da ununterbrochen die gesamte Muskulatur angespannt ist, um das Gleichgewicht zu halten. Dieses Stabilisationstraining sowie das Balancetraining machen das Indo-Board auch präventiv wirksam, denn ein gutes Gleichgewichtsgefühl reduziert die Verletzungswahrscheinlichkeit und dient bei älteren Menschen der Sturzprophylaxe. Das Indo-Board kann auch in der Rehabilitation nach Verletzungen eingesetzt werden.

Wie sieht's aus?
Das Indo-Board besteht aus einem etwa 76 x 45 cm großen Board, welches frei auf einer Rolle mit einem Durchmesser von ungefähr 16 cm aufliegt. Das Gerät ist so konzipiert, dass es unabhängig vom Alter und vom Könnensstand eingesetzt werden kann. Die relativ große Fläche macht es Anfängern leicht, das Gleichgewicht zu finden. Könnern bietet es Raum, um immer neue Tricks zu lernen und auszuprobieren. Je nachdem welche Sportart bzw. welches Trainingsziel man hat, gibt es das Indo-Board in verschiedenen Ausführungen und Schwierigkeitsstufen. Für Einsteiger empfiehlt sich das oben beschriebene Indo-Board Original. Wer handwerklich begabt ist oder nicht viel Geld für ein Original Indo-Board ausgeben möchte, kann sich auch im Baumarkt behelfen: Ein stabiles Brett, oval oder rechteckig, wird an der Unterseite mit zwei Leisten versehen, die das Herunterrutschen von der Rolle verhindern. Das Brett wird dann entweder auf einem Schaumstoffblock, einem Besenstil oder anderen, sehr stabilen runden Gegenstand aufgelegt und vermittelt so schon ein sehr gutes Indo-Board-Feeling.
Egal für welches Board man sich entscheidet: Grundsätzlich besteht das Ziel darin, so lange wie möglich auf ihm stehenzubleiben und die Balance zu halten, ohne dass das Board den Boden berührt.
Wahlweise kann man das Indo-Board auch mit einem sogenannten IndoFLO, einem luftgefüllten Kissen, nutzen. Dieses Kissen macht die Handhabung leichter und wird deshalb besonders in der Physiotherapie zum Stabilisationstraining eingesetzt. Je nach dem wie viel Luft man im Kissen hat, lässt sich der Schwierigkeitsgrad individuell variieren. Je mehr Luft, desto schwieriger ist es die Balance zu halten.

Bevor es losgeht ...
Es empfiehlt sich, mit dem Indo-Board zunächst auf einem Teppich zu trainieren. Je "flauschiger" und langhaariger, also dicker der Teppich, desto einfacher ist es. Denn dann sinkt das Board um so tiefer in den Teppich ein und reagiert langsamer - eine große Hilfe für Anfänger. Auch eine Badematte oder ein bis zwei Handtücher, die man unter die Rolle legt, verlangsamen die Reaktion des Boards.
Je mehr Erfahrung man hat, desto glatter kann auch die Oberfläche werden, auf der man trainiert. Je glatter die Oberfläche, desto schneller reagiert das Board auf die Bewegungen des Sportlers. In der Nähe des Indo-Boards sollten keine Gegenstände liegen, auf die man drauffallen kann. Auch "Schaulustige" sollten Sicherheitsabstand halten, da beim Herunterfallen das Board ein gutes Stück weit fliegen kann. Es empfiehlt sich, Protektoren bestehend aus Handgelenkstützen, Helm, Knie- und Ellenbogen-Schoner zu tragen.
Was man an den Füßen hat, ist hingegen dem jeweiligen Geschmack oder der Gewohnheit überlassen. Wer vom Surfen kommt, steigt vermutlich am liebsten barfuß auf das Board, andere fühlen sich mit Schuhen wohler.

Aller Anfang ist schwer ... bzw. wackelig
Wer das erste Mal das Indo-Board besteigt, ist meist schneller wieder unten als er oben war und denkt vermutlich: das lern ich NIE!!! Keine Sorge: Nach 5-10 Minuten hat man den Dreh raus und schafft es, oben zu bleiben. Am besten ist es, wenn man für die ersten Versuche mit einem Partner übt, der einem die Hände hält, oder aber seinen Unterarm als Stützfläche zur Verfügung stellt. Ist kein Partner in Sicht, tut es zur Not auch eine Wand.

Die folgende Übungsreihe kann man zur Gewöhnung auch zunächst auf dem IndoFLO machen und dann im zweiten Durchgang auf die Rolle "umsatteln".

Weitere Informationen zum Indo-Board sowie viele weitere Übungen und Tricks unter www.indoboard.com.

 

Foto: Wiebke Fabinski

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