Die Qualitätskriterien von SPORT PRO FITNESS
Mit dem Siegel SPORT PRO FITNESS werden vereinseigene Fitnessstudios ausgezeichnet. Das ausgezeichnete Studio erfüllt die Kriterien des standardisierten Prüfkatalogs und reicht die von Seiten der Verbände benötigten Unterlagen ein. Der klassische Fitness- und Kursbetrieb stellt eine räumliche Einheit dar, wobei der Fitnessbereich (Geräte und Freihantel) und die Kurse in abgetrennten Räumen angeboten werden müssen. Die Mehrzahl der angebotenen Kurse hat eine Mindestdauer von 45 Minuten.
Ein Fitness-Studio, das mit dem Qualitätssiegel SPORT PRO FITNESS ausgezeichnet wird, erfüllt die hohen Maßstäbe, die das Zertifikat fordert. Das Studio muss sechs verschiedenen Kriterien gerecht werden, die durch ein Punktesystem überprüft werden:
1. Qualifikation des Leitungs- und Trainingspersonals
Nur wer entsprechend ausgebildet ist, darf ein Studio leiten. Das bedeutet entweder den Abschluss eines sportwissenschaftlichen Hochschulstudiums, die Ausbildung zum Sport- und Gymnastiklehrer, zum Physiotherapeuten oder in einem Bewegungsberuf. Geprüft wird u. a. ob alle Mitarbeiter im sportlichen Bereich eine sportpraktische Lizenz haben und ob studiointerne Fortbildungen durchgeführt werden.
2. Sportfachliche Betreuung
Ein gesundheitsförderndes Training in einem SPORT PRO FITNESS-Studio setzt voraus, dass während des Trainings Fachpersonal im Studio anwesend ist, es einen Eingangstest zu Ausdauer, Beweglichkeit und Muskelfunktion gibt, ein Anamnesebogen erstellt wird und eine ausführliche Einweisung an den Geräten erfolgt. Das Angebot sollte u. a. Muskeltraining an Geräten, Freihanteltraining, Gymnastik, Entspannung und Rehabilitation umfassen.
3. Geräteausstattung
Im Cardiobereich müssen Geräte wie Fahrradergometer, Laufband, Stepper, Crosstrainer und Rudergerät bereit stehen. Zur allgemeinen Kräftigung finden sich z. B. Seilzug, Kurzhanteln und Langhanteln mit Bank. Der Rumpf kann mit einem Rückentrainer mit und ohne Gewicht, einem Bauchtrainer, einem Bauchroller und einem Rumpfdrehgerät gekräftigt werden. Für die oberen Extremitäten kann man mit einem Latzug, einem Pullover, einem Bankdrück- und Rudergerät, einer Klimmzugstange, einem Bizeps- und Trizepsgerät und Dips trainieren. Es gibt die Möglichkeit, die Beine mit einem Strecker, einer Beinpresse, einem Beinbeuger, einem Adduktoren-, einem Abduktoren- und einem Hüftbeugegerät in Form zu bringen. Der Gymnastikbereich stellt unter anderem Matten, Schautafeln zum Dehnen, eine Sprossenwand und Wackelbretter zur Verfügung. Gymnastikkurse, z. B. Aerobic oder Pilates werden angeboten. Für die Kurse finden sich Ausstattungsutensilien wie Headset, Pezzibälle, Steps und Langhanteln. Alle Geräte müssen einem Sicherheitsstandard (GS, TÜV) entsprechen und regelmäßig gewartet werden.
4. Räumliche Bedingungen
Geprüft wird, ob es z. B. einen separaten Gerätebereich, einen extra Gymnastikraum, einen Dehnbereich mit Spiegel gibt. Im Sanitärbereich wird u. a. auf abschließbare Spinde, auf die Be- und Entlüftungstechnik geachtet. Darüber hinaus gibt es Punkte für ein Schwimm- oder Dampfbad. Relevant sind ebenfalls Fragen rund um die Funktionsräume wie z. B. den Empfang und um Parkplätze und die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Eine Rolle für die Vergabe des Qualitätssiegels spielt außerdem das Rauchverbot in allen Räumlichkeiten, die Handtuchpflicht im Gerätebereich etc. Dass die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsregeln und Bedingungen für den Betrieb eines Fitnessstudios eingehalten werden, ist unabdingbar für das Qualitätssiegel SPORT PRO FITNESS.
5. Service
Für die folgenden Serviceleistungen können die Vereine Punkte erwerben: Gibt es ein Rücktrittsrecht und ein Probetraining? Verlangt der Vertrag keine Mindestlaufzeit? Gibt es eine Ernährungsberatung und die Möglichkeit, Kinder betreuen zu lassen?
6. Umweltkriterien
Im Sinne des Umweltschutzes legt SPORT PRO FITNESS Wert auf Ressourcenschonung (z. B. bei Herzenergie und Strom) und vergibt Zertifikatspunkte beispielsweise für eine Wärmedämmung des Hauses und isolierende Fenster.








