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// Magazin / Tipp des Monats / Februar 2008

Gesund + Fit mit DOSB und Sportpraxis - Zeit für Bewegung und Entspannung

Der Februar erscheint uns oft als eine Art „Zwischenmonat“ – die gemütlichen, aber meist auch „faulen“ Tage um Advent, Weihnachten und Jahreswechsel sind lange vorbei, dennoch ist das Wetter kalt und trüb, der Frühling noch lange nicht in Sicht und wir haben das Gefühl, uns im Warmen verkriechen zu wollen und uns etwas Gutes tun zu müssen. Gleichzeitig wächst die Lust auf Sonne und Frühling, darauf sich wieder draußen bewegen zu können und wenn man genau hinschaut, hält der Februar mit den allerersten etwas wärmeren Sonnenstrahlen und Schneeglöckchen auch die ersten Frühlingsboten bereit. Dieses Bedürfnis nach Ruhe einerseits und Aktivität andererseits entspricht genau dem Konzept von „Wellness“ und macht den Februar zu einem idealen Monat, um sich mit einer Wellness-Woche in Form zu bringen.
Weitere Informationen und viele Ideen zum Thema Wellness finden Sie in unserem Wellness-Spezial.

Montag – Start in die Woche mit dem „Sonnengruß“
Der sogenannte Sonnengruß ist eine Folge von 12 Yogastellungen die im Fluss hintereinander durchgeführt werden. Dieser Übungsfolge werden viele positive Wirkungen auf der körperlichen wie auch geistigen und spirituellen Ebene zugeschrieben: Sie wirkt belebend und energetisierend, harmonisiert den Geist, verhilft zu Selbstvertrauen. Vor allem erwärmt sie den Körper, da alle Muskeln des Körpers einbezogen sind und die Wirbelsäule bzw. die Rumpfmuskulatur durch abwechselndes Vor- und Rückbeugen aufgewärmt und gedehnt werden. Starten Sie, wenn möglich, an jedem Tag Ihrer Wellness-Woche direkt nach dem Aufstehen mit dem Sonnengruß in den Tag.

Dienstag – Laufen oder Walken
Der zweite Tag der Woche gilt der Ausdauer und hilft Ihnen, Herz-Kreislaufsystem in Schwung zu bringen. Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit, um an der frischen Luft zu Walken oder zu Joggen. Sie brauchen nicht die ganzen 60 Minuten durchzulaufen, nutzen Sie die Zeit, um langsam in Gang zu kommen und die Einheit ruhig ausklingen zu lassen.

Mittwoch – Meditation
Suchen Sie sich einen ruhigen warmen Ort und setzen Sie sich in den „einfachen Sitz“: Wirbelsäule lang, Schultern ziehen nach hinten-unten, dass Kinn geht leicht zur Brust, die Hände liegen entspannt auf den Knien.
Schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich ganz auf den Atem. Die Konzentration liegt auf der Ein- und Ausatmung. Lenken Sie die Aufmerksamkeit dazu auf den Punkt unterhalb der Nasenlöcher und spüren Sie, wie beim Einatmen kalte Luft einströmt und beim Ausatmen warme Luft ausströmt. Wenn Gedanken aufkommen, schicken Sie sie weg und kehren Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit zum Atem und zu dem Punkt unter den Nasenlöchern zurück. [...] Atmen Sie zum Beenden der Übung noch einmal tief ein und aus und entspannen Sie die Haltung. Anfangs reicht es vollkommen aus, 2-3 Minuten zu meditieren – Sie werden sehen, wie schwierig dies ist.

Donnerstag – Krafttraining
Nehmen Sie sich am Donnerstag Zeit für ein einstündiges Krafttraining, bei dem Sie besonders der Rumpfmuskulatur, also Rücken und Bauch, Aufmerksamkeit widmen.

Freitag – frei machen
Gönnen Sie sich ein entspannendes Bad (vielleicht bei Kerzenschein und schöner Musik) oder gehen Sie in die Sauna.
Übrigens: Melisse und Lavendel im Badewasser entspannen, Rosmarin macht Sie munter und wenn vom Krafttraining noch die Muskeln schmerzen, können sie diese durch Zugabe von Eichenrinde und Wachholder entspannen.

Samstag – Ausdauer
Samstags ist meist Zeit, um einen etwas aufwendigeren Ausdauerausflug zu starten: Radfahren, Skilanglauf, Joggen oder Wandern – für was Sie sich entscheiden ist letztlich egal, aber Sie sollten sich ganz bewusst eine Strecke aussuchen, die Naturerleben, Ruhe und etwas Abgeschiedenheit verspricht. Nehmen Sie sich Zeit, auch wenn sie etwas weiter anreisen müssen, und genießen sie bewusst Wetter und Natur in einer einstündigen Ausdauereinheit.

Sonntag – Energie aus dem Wasser

Der Sonntag steht im Zeichen des Wassers. Wenn Sie mögen, gehen Sie mal wieder schwimmen: Ob Kacheln zählen oder eher Spaß haben in einem Erlebnisbad – in jedem Fall ist die entspannende Wirkung eines Aufenthalts im Wasser seit langem bekannt.
Die Heilkraft des Wassers steht im Zentrum der Lehre von Sebastian Kneipp. Beenden Sie die Wellness-Woche mit einer Kneipp-Anwendung.

Der Sonnengruß
Die Übungen werden von Geübten mit der Atmung koordiniert und entsprechend schnell ausgeführt. Wichtiger ist jedoch gerade am Anfang, die Übungen langsam und behutsam auszuüben. Bleiben Sie deshalb so lange in jeder Stellung, wie Sie sich in ihr wohl fühlen und atmen Sie einige Male in jeder Stellung, bevor Sie langsam in die nächste Position übergehen.

1. Ausatmen: Aufrechter Stand mit geschlossenen Füßen, das Gewicht gleichmäßig auf den Füßen verteilt. Die Handflächen sind in Brusthöhe gegeneinander gelegt, berühren den Körper jedoch nicht.

2. Einatmen: Die Arme werden nach vorne gestreckt und über den Kopf geführt. Die Schultern bleiben entspannt, die Schulterblätter ziehen nach hinten-unten, leichte Rückbeuge. Der Blick geht nach oben zur Sonne, das Brustbein ist angehoben.

3. Ausatmen: Oberkörper im weiten Bogen nach vorne beugen, Hände neben die Füße.

4. Einatmen: Das rechte Bein geht nach hinten, die Hände werden auf dem Boden in Höhe des linken Fußes aufgesetzt. Der Blick geht nach oben zur Sonne.

5. Atem halten: Nun auch das linke Bein nach hinten strecken und in die „Planke“ kommen.

6. Ausatmen: Knie, Brust und Stirn auf den Boden legen.

7. Einatmen: Brustkorb und Brust soweit es angenehm ist, heben in die Stellung der Kobra, Gesäß angespannt.

8. Ausatmen: Das Becken wieder anheben, Fersen in den Boden drücken und in die Stellung des Hundes kommen.

9. Einatmen: Den rechten Fuß nach vorn zwischen die Hände setzen. Der Blick geht nach oben zur Sonne.

10. Ausatmen: Die Beine nach vorne nehmen und strecken, der Oberkörper ist nach vorn gebeugt und die Hände stützen neben den Füßen.

11. Einatmen: Arme nach vorne strecken und über den Kopf führen, Schulterblätter ziehen nach hinten-unten. Der Blick geht nach oben zur Sonne.

12. Ausatmen: Arme senken und den Blick nach vorn richten.

Nun wird der Ablauf wiederholt, jedoch geht nun das linke Bein nach hinten. Nachdem der Zyklus mit dem anderen Bein wiederholt wurde ist eine „Runde“ zu Ende. Machen Sie 6-8 Runden, wenn Sie genug haben und sich warm fühlen, legen Sie sich auf den Rücken, schließen Sie die Augen, entspannen kurz und spüren der Übung nach.

Copyright: picture-alliance/dpa

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